Vereinsgrundsätze & Arbeitsweise


Die Arbeit von ZEBRA – Netzwerk Waldorf-Kritik orientiert sich an den Grundwerten eines demokratischen und rechtsstaatlichen Gemeinwesens. Unser Ziel ist eine sachliche, nachvollziehbare und verantwortungsvolle Auseinandersetzung mit strukturellen Fragestellungen im Kontext von Reformpädagogik und Anthroposophie sowie die Unterstützung von Menschen, die in diesem Zusammenhang problematische, belastende oder grenzverletzende Erfahrungen gemacht haben.

Im Mittelpunkt unseres Handelns stehen die Würde des Menschen, die Achtung der Grund- und Menschenrechte sowie der Schutz von Kindern, Jugendlichen, Familien und anderen besonders schutzbedürftigen Personen. Diese Grundsätze bilden die Grundlage unserer Beratungs-, Dokumentations- und Öffentlichkeitsarbeit.

Wir verstehen Aufklärung als Voraussetzung für Prävention, Transparenz und gesellschaftliche Verantwortung. Deshalb setzen wir auf eine sorgfältige Dokumentation, nachvollziehbare Quellenarbeit und eine differenzierte Darstellung komplexer Sachverhalte. Kritik verstehen wir nicht als Selbstzweck, sondern als Beitrag zu einer offenen demokratischen Debatte sowie zur Weiterentwicklung rechtsstaatlicher, pädagogischer und gesellschaftlicher Standards.

Unsere Arbeit erfolgt unabhängig von wirtschaftlichen Interessen, parteipolitischen Bindungen oder institutionellen Abhängigkeiten. Maßstab unseres Handelns sind ausschließlich die verfügbaren Erkenntnisse, wissenschaftliche Integrität sowie die Verpflichtung zu einer fairen, sorgfältigen und nachvollziehbaren Bewertung der jeweiligen Sachverhalte.

Der Schutz von Betroffenen besitzt für uns einen besonderen Stellenwert. Menschen, die sich mit persönlichen Erfahrungen oder Hinweisen an uns wenden, begegnen wir mit Respekt, Vertraulichkeit und der notwendigen Sensibilität. Ihre Selbstbestimmung sowie ihre individuellen Schutzbedürfnisse bilden einen wesentlichen Maßstab unseres Handelns.

Wir fördern den offenen Dialog zwischen Betroffenen, Fachleuten, Wissenschaft, Politik, Medien und Zivilgesellschaft. Unterschiedliche Perspektiven und wissenschaftliche Kontroversen verstehen wir als Bestandteil einer pluralistischen Gesellschaft. Voraussetzung hierfür sind gegenseitiger Respekt, die Bereitschaft zum sachlichen Austausch sowie die Anerkennung demokratischer und rechtsstaatlicher Prinzipien.

ZEBRA versteht sich als langfristige Dokumentations-, Beratungs- und Vernetzungsplattform. Unser Ziel besteht darin, Transparenz, Prävention und Betroffenenschutz zu stärken, wissenschaftlich fundierte und gesellschaftlich verantwortbare Reformprozesse zu fördern sowie Betroffenen eine unabhängige und verlässliche Anlaufstelle zu bieten.

Persönlichkeitsrechte, Datenschutz und der Schutz von Betroffenen sind fester Bestandteil unserer Arbeitsweise. Veröffentlichungen erfolgen unter Beachtung der geltenden rechtlichen Rahmenbedingungen sowie unter sorgfältiger Abwägung der berechtigten Interessen aller Beteiligten. Soweit erforderlich bzw. erwünscht, werden personenbezogene Daten anonymisiert oder geschwärzt.

Die Vereinsarbeit erfolgt interdisziplinär und lebt vom Austausch mit Betroffenen, Fachleuten sowie wissenschaftlichen Expertinnen und Experten. Entscheidungen orientieren sich an nachvollziehbaren Kriterien, fachlicher Kompetenz und den Grundsätzen einer verantwortungsvollen Vereinsführung.

Alle Personen, die im Rahmen der Vereinsarbeit Zugang zu vertraulichen Informationen erhalten oder Aufgaben in den Bereichen Beratung, Betroffenenhilfe oder Dokumentation übernehmen, verpflichten sich zur Wahrung der Vertraulichkeit sowie zur Einhaltung der vereinsinternen Compliance-, Datenschutz- und Betroffenenschutzstandards.

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