Der Schutz von Betroffenen bildet einen zentralen Grundsatz der Arbeit von ZEBRA – Netzwerk Waldorf-Kritik. Viele Menschen, die sich an uns wenden, berichten von belastenden persönlichen Erfahrungen, langjährigen Konflikten, institutionellen Abhängigkeiten oder der Sorge vor beruflichen, sozialen oder persönlichen Nachteilen. Diesen besonderen Schutzbedürfnissen tragen wir in unserer Beratungs-, Dokumentations- und Öffentlichkeitsarbeit Rechnung.
Hinweise, Anfragen und persönliche Schilderungen behandeln wir grundsätzlich vertraulich. Kontaktaufnahmen können selbstverständlich auch anonym oder unter einem Pseudonym erfolgen. Soweit rechtlich und tatsächlich möglich, respektieren wir den Wunsch nach Anonymität und berücksichtigen individuelle Schutzbedürfnisse bereits bei der ersten Kontaktaufnahme.
Personenbezogene Daten werden ausschließlich zweckgebunden und nur in dem Umfang verarbeitet, der für die jeweilige Anfrage oder Bearbeitung erforderlich ist. Eine Weitergabe personenbezogener Informationen erfolgt grundsätzlich nur mit Einwilligung der betroffenen Person oder aufgrund einer gesetzlichen Verpflichtung.
Bei der Auswertung von Unterlagen sowie der Veröffentlichung von Dokumenten und Informationen achten wir auf einen datensparsamen Umgang mit personenbezogenen Daten. Nicht erforderliche personenbezogene Angaben werden anonymisiert oder geschwärzt. Dies gilt insbesondere für sensible Informationen sowie für Daten, die Rückschlüsse auf Identitäten, familiäre Verhältnisse oder persönliche Lebensumstände zulassen.
Übermittelte Hinweise und Unterlagen werden sorgfältig geprüft. Eine Veröffentlichung erfolgt nicht automatisch, sondern erst nach inhaltlicher und – soweit erforderlich – rechtlicher Prüfung. Dabei werden sowohl die Interessen der Hinweisgebenden als auch die Persönlichkeitsrechte und berechtigten Interessen Dritter berücksichtigt.
Neben der Dokumentation und Aufarbeitung struktureller Fragestellungen versteht ZEBRA Betroffenenhilfe als einen wesentlichen Bestandteil seiner Vereinsarbeit. Soweit gewünscht, unterstützen wir bei der Orientierung und vermitteln Kontakte zu fachkundigen Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartnern aus den Bereichen Recht, Psychologie, Pädagogik, Kinderschutz oder Wissenschaft.
Betroffenenschutz endet für uns nicht mit der ersten Kontaktaufnahme. Vertraulichkeit, Transparenz, Respekt und ein verantwortungsvoller Umgang mit sensiblen Informationen prägen sämtliche Bereiche unserer Vereinsarbeit. Betroffene entscheiden jederzeit selbst, welche Informationen sie mitteilen möchten, ob und in welchem Umfang diese im Rahmen unserer Tätigkeit verwendet oder ggf. veröffentlicht werden dürfen.
ZEBRA verfolgt einen traumasensiblen und respektvollen Umgang mit Betroffenen. Unterstützung und Beratung orientieren sich an den individuellen Bedürfnissen und Entscheidungen der betroffenen Person. Alle Personen, die im Rahmen der Vereinsarbeit Zugang zu vertraulichen Informationen erhalten oder Aufgaben in der Beratung, Betroffenenhilfe oder Dokumentation übernehmen, verpflichten sich zur Wahrung der Vertraulichkeit sowie zur Einhaltung der vereinsinternen Compliance-, Datenschutz- und Betroffenenschutzstandards.
